Blumen sind wie Sex

Guten Tag L.

Heu­te habe ich Dich das ers­te Mal in die­sen Man­tel gehüllt, mor­gens um fünf Uhr. K. hat­te ihn ganz über­ra­schend mit­ge­bracht. Ein Beben in der See­le, durch die See­le. Migrä­ne nach der Nach­richt von F., sie wür­de die­ses Wochen­en­de mit S. ver­brin­gen. Namen. Stell­ver­tre­ter, wie K. noch erwähn­te – oder die rich­ti­gen, ehr­li­chen Freun­din­nen, die es erst mög­lich machen? Vor einem Jahr habe ich Dich ken­nen­ge­lernt. Eben­so über­ra­schend, obwohl – gese­hen hat­te ich Dein Abbild im Les Hal­les, irgend­wann vor Jah­ren. Dann warst Du ver­hüllt, dann unbe­wusst nah – und irgend­wann, wenn auch nur für kur­ze Zeit, wie­der in der Stadt. Jetzt bist Du hier und sehr prä­sent. End­lich.

Ges­tern hat­te ich Dein Abbild gepflegt und trotz­dem dar­an gedacht, Dich mei­ner zu ent­le­di­gen. Jetzt bist Du hier. Ja, ich wer­de Dich bewah­ren. L. is for Lover. L. is Love. Frag­los. Innig. Umarmt und ein­ge­hüllt.

Ist F. eine Freun­din von Dir? Seid Ihr auch Schwes­tern, wie Y. am Diens­tag kurz vor dem Abschied erwähn­te? Ich wer­de Dich F. vor­stel­len. Es wird eini­ges erklä­ren, den­ke ich – obwohl ich ihr kei­ne Erklä­rung schul­dig bin; auch nicht nach all der bedin­gungs­lo­sen Zuwen­dung. Blu­men sind wie Sex, nur bun­ter, stand auf der Kar­te. So hät­te sie dies noch nie gese­hen… Auf der Ska­la von eins bis zehn war mein Satz doch ordent­lich mutig, den­ke ich. Und viel­leicht zeigt Short­bus, der Film, nicht Sex, son­dern die­se Lie­be, die es immer wie­der zu hegen und zu pfle­gen gilt!  ▬